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TAOB Der Blinde Seher – die Blinde Seherin

TAOB Vertiefungs-Seminar im Zyklus der TAOB INTENSIV-WEITERBILDUNG WIRKEN IM SEIN - IWB

Voraussetzung:

Abschluß der TAOB Intensiv-Weiterbildung

Teilnehmerzahl:

ca. 15

Seminarziele:

  1. Stärkung der TAOB-Persönlichkeit zum erfolgreichen Wirken im Sein:
  2. Schamanische Absichtshaltung als selbstverständliche Lebenshaltung •
  3. Aufmerksamkeit als Befreiung von der Hypnose des Alltages
  4. Das Andere Sehen als Zugang zu neuen Ressourcen des Heilens und Gestaltens und zur Vielfalt der möglichen Wirklichkeiten.

Seminarinhalte:


Eine neue Sicht der Welt durch je zwei Tage Leben als Blinde Seherin, Blinder Seher resp. in Schamanischer Absichtshaltung

  • Nutzung der 2. Aufmerksamkeit und des Anderen Sehens zum Mitgestalten der Matrix der Wirklichkeitskräfte in Beruf und Alltag
  • Auflösung automatisierter Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster sowie der Sieben Schleier des Bewusstseins und der Sieben Masken der Seele
  • Der Blinde Seher als Orakel: Praxis mentaler Kommunikation jenseits von Sehen, Mimik, Gestik und anerzogenem "Flirten"
  • Heil- und Divinations-Rituale als Blinder Seher, Blinde Seherin.

Seminar-Hintergrund:

Das Andere Sehen haben wir im 3. Treffen der IWB erweckt, die Schamanische Absichtshaltung im 4. Treffen. In diesem Vertiefungsseminar vereinen wir beide, erforschen und vertiefen sie. Das Andere Sehen und die Schamanische Absichthaltung sind zwei zentrale Fähigkeiten, die uns ermächtigen, die Menschen und die Umwelt als eine pulsierende Matrix von unmittelbar wirkenden Lebenskräften wahrzunehmen und ohne Hilfsmittel als Schamane und Schamanin heilend und schöpferisch zu wirken. Das Wirken im Sein wird zu unserer alltäglichen Lebensform. Der Blinde Seher ist der Archetyp des Weisen, der hinter die Wirklichkeit des Alltags in die Welt der Schöpferkräfte schaut.

Als Blinde SeherInnen durchschauen wir die Sieben Schleier der selbstverständlichen Wahrnehmungs-, Denk- und Empfindungs-Muster. Wir lernen die Flut der äußeren Bilder- und inneren Vorstellungswelt verebben und den inneren Dialog ausklingen zu lassen. Der ungezähmte emotionalen Beziehungshunger beruhigt sich, den wir dauernd aneinander ausleben als Ersatz für die verdrängten existentiellen Bedürfnisse. Im IWB haben wir bereits begonnen, sie als unsere 2 x 5 Lebenskräfte aus dem Bann unserer Ahnen zu befreien. Zum Vorschein kommen die Urkraft des Lebens und ihre Wandlungsformen in den unmittelbar und harmonisch zusammenwirkenden Naturkräften, wie wir sie im Totem der Lebenskräfte kennen gelernt haben.

Als Blinde SeherInnen können wir die nächste Stufe erreichen und uns jenseits unserer existentiellen Bedürftigkeit dem Geheimnis des alchemistischen Athanor nähern, dem Schöpfungspot des Lebensstoffes, der prima materia. Als blinde Seherin, blinder Seher können sich Tore zu vergessenen und noch unentdeckten Formen der Wahrnehmung und des Erkennens öffnen. Wir brauchen sie dringend, um unsere Kinder zu verstehen und gemeinsam mit ihnen eine neue Lebenswelt zu kreieren. Begünstigt durch die zunehmend mediale und virtualisierte Alltagswirklichkeit manifestieren sich bei heutigen Kindern immer häufiger neue Formen der Wahrnehmung und Gestaltung der Wirklichkeit, denen wir bislang weitgehend hilflos gegenüber stehen und daher nur allzu oft mit hilflosen Diagnosen belegen.

Als Blinde Seherinnen erfahren wir die Welt und die Welten in vielen Dimensionen. Wir lernen, die Alltägliche und Nichtalltägliche Wirklichkeit zu vereinen. Ein Hier und Dort gibt es nicht mehr, weil alles gleichzeitig am gleichen Ort ist. Es gibt kein schamanisches Reisen mehr, es gibt höchstens ein Blinzeln, ein Hineinhören, eine Änderung der Handhaltung, ein leichtes Drehen des Kopfes, um die Welten zu wechseln. Aber auch dieses Wechseln entfällt, weil wir immer überall sind. Vielleicht gibt es das virtuose Tanzen zwischen Vorder- und Hintergrund, Fokussierung und Defokussieren, ein Zoomen, das kunstvolle stetige Umlagern verschiedener Wahrnehmungs- und Wirklichkeitsfolien.
Blind sehen wir hinter den grellbunten Seelen-, Körper- und Beziehungsmasken die mythischen Geister und hinter ihnen das weben unserer ureigenen Schöpferkraft, fähig, die Wirklichkeit zu sehen und neu zu zaubern.

Als BegleitschamanIn der Blinden SeherIn sind wir nicht in der Rolle der Assistentin, sondern sind gleichwertige WeggefährtIn, ebenfalls sehend, aber mit weit offenen Augen: all die Reste der zementierten Seelen-Masken, der tief verankerten Zaubersprüche und Folien unserer horizontalen Welt erspürend. Entlarvend, entschlackend wandeln wir im blinden Fleck der Blinden SeherIn und verstärken so den ungebändigten Tanz ihrer/unserer Schöpferkräfte.
(Mitautorin des Hintergrund-Textes: re)